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Bringen wir unseren Kindern schlechte Essgewohnheiten bei?

Es ist sieben Uhr morgens und Sie müssen sich beeilen um zur Arbeit zu kommen. Die Kinder sind gerade fertig für die Schule und niemand hat Zeit gehabt, über das Frühstück nachzudenken. Nun gut, die Kinder sind so früh am Morgen sowieso noch nicht hungrig und Sie auch nicht. Wir überspringen das Frühstück einfach. Sie schärfen den Kindern noch ein, in der Schule gut zu Mittag zu essen und jeder macht sich auf den Weg.

Die Mittagszeit kommt und Sie sind noch immer nicht allzu hungrig. Vielleicht ein schneller Snackriegel, eine Diätlimonade und zurück zur Arbeit. Haben Sie sich je gefragt, was Ihre Kinder zu Mittag essen? Sind sie womöglich zur gleichen Schlussfolgerung gelangt?

Okay, nun ist es an der Zeit, das Abendessen vorzubereiten und die Zeit ist knapp. Sie müssen an drei Orten gleichzeitig sein damit jeder zum Training kommt, dann noch ein paar Teile aus der Reinigung holen und danach ab nach Hause. Auf dem Weg zur Reinigung wird Ihnen klar, dass es zum Abendessen etwas Leichtes geben muss wenn Sie aus den Zutaten etwas kochen sollen, die Sie noch zu Hause haben. Wo sollen Sie anhalten? Wie wäre es mit Pizza und Limonade? Oder vielleicht würden die Kinder ja lieber Hamburger und Pommes frites essen. Während Sie noch zu entscheiden versuchen, was es zum Abendessen geben soll, sind die Kinder mit dem Training fertig und sterben fast vor Hunger. In der Sporthalle gibt es einen Automaten für Snacks und Getränke und so holen sie sich fürs Erste Schokoriegel und Cola.

Es ist mittlerweile 18.45 Uhr und Sie haben den letzten Halt in der Riege der abzuholenden Kinder gemacht. Jeder hat sein Gepäck eingeladen und ist bereit, nach Hause zu fahren. Sie haben beschlossen, unterwegs Pizza für alle mitzunehmen, Ihre Bestellung telefonisch schon durchgegeben und alles steht bereit als Sie in der Pizzeria ankommen.

Ist das Ihr typischer Tag? Falls ja, gehören Sie zu einem nicht unbeträchtlichen Prozentsatz der Bevölkerung. Wir alle verbringen unseren Tag in ständiger Eile und verschwenden kaum einen Gedanken an unsere Ernährungsbedürfnisse, sondern lassen uns von der Bequemlichkeit diktieren, was wir essen. Aber erkennen Sie nicht, dass Sie durch das Nichtbeachten Ihres Bedarfs an Nährstoffen Ihren Kindern die gleiche Gewohnheit beibringen?

Wir alle lesen die Artikel über die richtige Ernährung und unsere Gesundheit und wir alle stellen die Verbindung her zwischen gesunder Ernährung und einem längeren, gesünderen Leben. Doch wir setzen nicht um, was wir lesen. Und wir halten niemals inne um darüber nachzudenken, wie viele Stunden von unserem Tag wir ohne jegliche nährstoffreiche Zufuhr verbringen.

Unsere Kinder werden zu Erwachsenen und wir fragen uns, weshalb sie ein wenig blass aussehen oder alles andere als robust und gesund sind. Sie leben in einer Welt voller Stress, haben zu wenig Bewegung und vor allen Dingen ungesunde Essgewohnheiten. Was erwarten wir denn eigentlich?

Es ist unsere Verantwortung, uns die Zeit zu nehmen und unseren Kindern neben einer guten Moral, einer guten Arbeitseinstellung und den Werten der Familie auch beizubringen, wie wichtig es ist, dass man gut für sich sorgt. Was nützen denn wirklich all die anderen Werte, die wir unseren Kindern zu vermitteln versuchen, wenn wir ihnen in Bezug auf die Sorge für sich selbst schlechte Gewohnheiten beibringen? Was für eine Lebensqualität haben sie wenn sie nicht gesund sind und das Leben genießen können?

Während Sie also nach Hause eilen, sollten Sie sich vielleicht vornehmen, ab morgen besseres Essen auf den Tisch zu bringen. Sie werden sich mehr Zeit nehmen, um die Mahlzeiten zuzubereiten, die Ihre Kinder essen. Lehren Sie Ihre Kinder, auf den Nährwert zu achten und diesen höher zu werten als die Bequemlichkeit. Ab morgen.